Ext. Datenträger auswerfen auf einer Synology

Mein Artikel über das Löschen alter Backups auf der Synology hat sich in letzter Zeit zu einem sehr frequentierten Artikel gemausert. Einige Anfragen diesbezüglich landeten in den Kommentaren, andere kamen via E-Mail. Vielen Dank hierfür! Ich freue mich über Weitere!

Auf eine Frage möchte ich folgend genauer eingehen. Ich wurde gefragt, inwieweit es möglich wäre ein USB-Gerät, welches nicht über eine Stromsparfunktion verfügt nach einer erfolgten Datensicherung aus zu werfen. Da das Ausschalten des USB-Geräts in diesem Falle über eine Zeitschaltuhr passieren soll, gilt es folgendes zu beachten.

  • Datentransfer sollte zu 100% erledigt sein (nicht immer genau prüfbar)
  • Durch das Ausschalten des Geräts via Strom könnten Schäden an Hardware entstehen. (denke ich, bin hier aber kein Experte)
  • Unter Umständen könnte das wieder Einschalten zu Erkennungsschwierigkeiten führen.

Recherche

Um hierüber überhaupt schreiben zu können, musste ich einige Tests und Recherchen durch führen. Auf aktuellen Betriebssystemen gibt es die grafische Möglichkeit einfach das Gerät „sicher zu entfernen“. Entgegen der Mythen ist das wahrlich eine Empfehlung. Meiner Einer hat hier schon einen 64 GB USB Stick durch das einfache Rausziehen unbeschreibbar gemacht.

Nach wenigen Minuten bin ich auf einige Beiträge gestoßen, welche zwar thematisch gepasst haben, nicht aber im Kontext. Diesen will ich hiermit herstellen. 😉

Wenn du mit der Funktion „Datensicherung und Replikation“ deine Datensicherung anfertigst, gibt es hierüber die Möglichkeit den Datenträger nach erfolgreicher Sicherung aus zu werfen.

Siehe nachfolgendem Screenshot.

Screenshot d. Einstellung zur Datensicherung einer Synology Diskstation

Screenshot d. Einstellung zur Datensicherung einer Synology Diskstation

Was aber tun, wenn eine Sicherung mit dem Paket „Time Backup“ aus dem Paket Zentrum erstellt wird? Eine kontinuierliche Sicherung mit unterschiedlichen Sicherungsständen und ähnlichen Funktionen wie TimeMachine von Apple. Auf diesen Aspekt will ich nachfolgend eingehen.

Was soll genau passieren?

Im Grunde soll zu einer bestimmten Uhrzeit (24 Uhr) der externe Datenträger ausgeworfen werden, um diesen dann um 0:10 Uhr über eine Zeitschaltuhr von der Stromzufuhr zu trennen.

Zu einer anderen Uhrzeit wird, wiederum durch die Zeitschaltuhr, die Stromzufuhr des Sicherungsmediums wieder gestartet. Hierdurch wird die Festplatte wieder normal in der Synology angemeldet. Somit ist für die Sicherungslösung TimeBackup das Sicherungsmedium wieder erreichbar.

Finden wir heraus, wie das externe Medium heißt

Um das Medium sicher auswerfen zu können, bedarf es unter auf Linux basierenden Betriebssystemen die Kenntnis des jeweiligen Namens. Hier gibt es unterschiedliche Methoden. Entweder man schaut unter Systemsteuerung -> externe Geräte nach. Oder im Filemanager. Dort sollte eine Festplatte mit usbshareX (wobei X für eine Zahl größer 1 steht) auftauchen.

Wie heißt d. externe Festplatte

Wie heißt d. externe Festplatte

Den Namen merken wir uns und testen das Auswerfen, indem wir ein Terminal starten (unter Windows Putty und unter Mac OS / Linux mit dem SSH Befehl)

Den Befehl, welchen wir benötigen, haben wir bereits oben schon im Link gefunden. Mit umount können wir das Laufwerk auswerfen. Führen wir das allerdings auf dem Terminal einfach so aus, erhalten wir eine Fehlermeldung.

ssh Benutzername@name-der-diskstation

cd /

umount /volumeUSB2/

--> umount: can't umount /volumeUSB2/: Invalid argument

Wir können also lediglich mit der Option -l (lazy) auswerfen. Geben wir also

umount /volumeUSB2/ -l

ein, so erhalten wir ebenfalls eine Fehlermeldung.

mount: can't forcibly umount /volumeUSB2/: Operation not permitted

Wir haben also nicht die Erlaubnis das Laufwerk aus zu werfen. Dann kam die Idee, das alles in ein Script zu packen und als Root via Aufgabenplaner zu „privilegieren“. Folgendes Script stammt vom offiziellen Synology Forum.

sync; /usr/syno/bin/synousbdisk -umount sdq1; >/tmp/usbtab

Das sdq1, die genaue Bezeichnung der externen Festplatte, lässt sich recht einfach heraus finden, indem man noch via SSH verbunden folgendes eingibt:

cat /proc/mounts

Die letzte Zeile sollte das USB-Share angeben.

Dies wurde als umount.sh gespeichert. Im Aufgabenplaner wurde das Script wie folgt eingebunden:

Screenshot d. Aufgabenplaners

Screenshot d. Aufgabenplaners

Das Problem ist nun, dass das Auswerfen schlichtweg einen Fehler zur Folge hat. In meinem Falle wurde ich via E-Mail darüber informiert, dass das Auswerfen nicht korrekt durch geführt wurde. Na hoppla.

Nach weiterem Suchen bin ich unter dem Forumspost auf Seite 2 auf ein fertiges Script gestoßen. Zum Beitrag geht es hier lang. Das Script „einfach“ kopieren und als umount.sh abspeichern.

Der dann notwendige Aufruf über den Aufgabenplaner sieht wie folgt aus:

/volume1/Pfad/zum/SH-Script/umount.sh /volumeusbX/usbshareY sdq1 >& /volume1/pfd/zur/log/datei/datei.txt

Wichtig ist, dass volumeusbX/usbshareY das X und Y entsprechend mit der Nummer des Laufwerks überein stimmt. Mit dem

``Mein Artikel über das Löschen alter Backups auf der Synology hat sich in letzter Zeit zu einem sehr frequentierten Artikel gemausert. Einige Anfragen diesbezüglich landeten in den Kommentaren, andere kamen via E-Mail. Vielen Dank hierfür! Ich freue mich über Weitere!

Auf eine Frage möchte ich folgend genauer eingehen. Ich wurde gefragt, inwieweit es möglich wäre ein USB-Gerät, welches nicht über eine Stromsparfunktion verfügt nach einer erfolgten Datensicherung aus zu werfen. Da das Ausschalten des USB-Geräts in diesem Falle über eine Zeitschaltuhr passieren soll, gilt es folgendes zu beachten.

  • Datentransfer sollte zu 100% erledigt sein (nicht immer genau prüfbar)
  • Durch das Ausschalten des Geräts via Strom könnten Schäden an Hardware entstehen. (denke ich, bin hier aber kein Experte)
  • Unter Umständen könnte das wieder Einschalten zu Erkennungsschwierigkeiten führen.

Recherche

Um hierüber überhaupt schreiben zu können, musste ich einige Tests und Recherchen durch führen. Auf aktuellen Betriebssystemen gibt es die grafische Möglichkeit einfach das Gerät „sicher zu entfernen“. Entgegen der Mythen ist das wahrlich eine Empfehlung. Meiner Einer hat hier schon einen 64 GB USB Stick durch das einfache Rausziehen unbeschreibbar gemacht.

Nach wenigen Minuten bin ich auf einige Beiträge gestoßen, welche zwar thematisch gepasst haben, nicht aber im Kontext. Diesen will ich hiermit herstellen. 😉

Wenn du mit der Funktion „Datensicherung und Replikation“ deine Datensicherung anfertigst, gibt es hierüber die Möglichkeit den Datenträger nach erfolgreicher Sicherung aus zu werfen.

Siehe nachfolgendem Screenshot.

Screenshot d. Einstellung zur Datensicherung einer Synology Diskstation

Screenshot d. Einstellung zur Datensicherung einer Synology Diskstation

Was aber tun, wenn eine Sicherung mit dem Paket „Time Backup“ aus dem Paket Zentrum erstellt wird? Eine kontinuierliche Sicherung mit unterschiedlichen Sicherungsständen und ähnlichen Funktionen wie TimeMachine von Apple. Auf diesen Aspekt will ich nachfolgend eingehen.

Was soll genau passieren?

Im Grunde soll zu einer bestimmten Uhrzeit (24 Uhr) der externe Datenträger ausgeworfen werden, um diesen dann um 0:10 Uhr über eine Zeitschaltuhr von der Stromzufuhr zu trennen.

Zu einer anderen Uhrzeit wird, wiederum durch die Zeitschaltuhr, die Stromzufuhr des Sicherungsmediums wieder gestartet. Hierdurch wird die Festplatte wieder normal in der Synology angemeldet. Somit ist für die Sicherungslösung TimeBackup das Sicherungsmedium wieder erreichbar.

Finden wir heraus, wie das externe Medium heißt

Um das Medium sicher auswerfen zu können, bedarf es unter auf Linux basierenden Betriebssystemen die Kenntnis des jeweiligen Namens. Hier gibt es unterschiedliche Methoden. Entweder man schaut unter Systemsteuerung -> externe Geräte nach. Oder im Filemanager. Dort sollte eine Festplatte mit usbshareX (wobei X für eine Zahl größer 1 steht) auftauchen.

Wie heißt d. externe Festplatte

Wie heißt d. externe Festplatte

Den Namen merken wir uns und testen das Auswerfen, indem wir ein Terminal starten (unter Windows Putty und unter Mac OS / Linux mit dem SSH Befehl)

Den Befehl, welchen wir benötigen, haben wir bereits oben schon im Link gefunden. Mit umount können wir das Laufwerk auswerfen. Führen wir das allerdings auf dem Terminal einfach so aus, erhalten wir eine Fehlermeldung.

ssh Benutzername@name-der-diskstation

cd /

umount /volumeUSB2/

--> umount: can't umount /volumeUSB2/: Invalid argument

Wir können also lediglich mit der Option -l (lazy) auswerfen. Geben wir also

umount /volumeUSB2/ -l

ein, so erhalten wir ebenfalls eine Fehlermeldung.

mount: can't forcibly umount /volumeUSB2/: Operation not permitted

Wir haben also nicht die Erlaubnis das Laufwerk aus zu werfen. Dann kam die Idee, das alles in ein Script zu packen und als Root via Aufgabenplaner zu „privilegieren“. Folgendes Script stammt vom offiziellen Synology Forum.

sync; /usr/syno/bin/synousbdisk -umount sdq1; >/tmp/usbtab

Das sdq1, die genaue Bezeichnung der externen Festplatte, lässt sich recht einfach heraus finden, indem man noch via SSH verbunden folgendes eingibt:

cat /proc/mounts

Die letzte Zeile sollte das USB-Share angeben.

Dies wurde als umount.sh gespeichert. Im Aufgabenplaner wurde das Script wie folgt eingebunden:

Screenshot d. Aufgabenplaners

Screenshot d. Aufgabenplaners

Das Problem ist nun, dass das Auswerfen schlichtweg einen Fehler zur Folge hat. In meinem Falle wurde ich via E-Mail darüber informiert, dass das Auswerfen nicht korrekt durch geführt wurde. Na hoppla.

Nach weiterem Suchen bin ich unter dem Forumspost auf Seite 2 auf ein fertiges Script gestoßen. Zum Beitrag geht es hier lang. Das Script „einfach“ kopieren und als umount.sh abspeichern.

Der dann notwendige Aufruf über den Aufgabenplaner sieht wie folgt aus:

/volume1/Pfad/zum/SH-Script/umount.sh /volumeusbX/usbshareY sdq1 >& /volume1/pfd/zur/log/datei/datei.txt

Wichtig ist, dass volumeusbX/usbshareY das X und Y entsprechend mit der Nummer des Laufwerks überein stimmt. Mit dem

``

kann diese Information heraus gefunden werden.

In der Log-Datei müsste folgendes nach erfolgreichem Durchführen stehen:

Unmount USB device sdq1 succeeded.

Nicht zu vergessen ist, dass die Planung in dem zweiten Reiter aktiv ist. Hier kann man dann einstellen, wann das Script ausgeführt werden soll.

Tests auf der Synology

Nicht nur dieser Artikel, auch der oben Genannte wurden auf meiner Synology getestet. Um die gewünschte Funktion zu testen, muss der Terminal Dienst in den Einstellungen von Synology aktiviert sein.

Wichtig: Die Scripts wurden zwar getestet, es kann aber keine Funktionsgarantie meinerseits übernommen werden. Auch möchte ich erwähnen, dass ich für etwaige Schäden, gelöschte Daten oder Ähnliches nicht haftbar gemacht werden kann. Prüft IMMER erst, ob das bei euch funktioniert. Datensicherung nicht vergessen!